- München: Haftstrafe wegen Mordes im Brunner-Prozess
Im Prozess um die tödliche Prügelattacke auf den Manager Dominik Brunner hat das Landgericht München langjährige Haftstrafen verhängt. Der 19-jährige Haupttäter wurde wegen Mordes zu neun Jahren und zehn Monaten Jugendhaft verurteilt. Der 18-jährige
Sebastian L. erhielt sieben Jahre Jugendhaft.
- Schwarz-Gelb einigt sich auf längere AKW-Laufzeiten
Die Spitzen von Union und FDP haben sich auf längere Laufzeiten für Atomkraftwerke geeinigt. Die Meiler sollen im Schnitt zwölf Jahre länger am Netz bleiben. Umweltminister Röttgen sagte nach dem Atomgipfel, ältere AKW sollten acht Jahre länger laufen, jüngere 14 Jahre. Opposition und Umweltverbände reagierten empört.
- Laufzeitverlängerung lässt Aktienkurse von RWE und Eon steigen
Die Einigung der schwarz-gelben Koalition auf längere Laufzeiten der Atomkraftwerke hilft den Energiekonzernen. Die Aussicht auf weitere Milliardengewinne hat die Aktienkurse von RWE und Eon in die Höhe getrieben. Dazu trug auch die geplante Befristung der Brennelementesteuer bei.
- Kommentar zum Atomgipfel: Das Ergebnis ist kaum nachzuvollziehen
Die Kanzlerin wollte wohl endlich zeigen, wie regiert wird. Mit Entscheidungen und allem, was dazugehört. Das Ergebnis ist kaum nachzuvollziehen, meint Jens Borchers. Für ihn ist es unbegreiflich, warum Merkel den mühsam gefundenen Kompromiss zum Atomausstieg wieder aufmachen wollte.
- DGB will massiv gegen Leiharbeit protestieren
Laut DGB-Chef Sommer sollen in einem "heißen Herbst" massiv Proteste gegen "eine soziale Schieflage" organisiert werden. Ein Schwerpunkt dabei sei die Zeitarbeit. "Unsere Mitglieder in der Industrie werden über Betriebsversammlungen und Aktionen vor den Werkstoren zeigen, was sie von Leiharbeit halten."
- Spanische Regierung hält ETA-Waffenruhe für unzureichend
Die spanische Regierung hält offenbar wenig von der gestern verkündeten ETA-Waffenstillstand: Dieser sei "weit entfernt" vom Notwendigen, sagte Innenminister Rubalcaba - die Behörden verfolgten die ETA weiter als Terrororganisation. Die Untergrundorganisation gilt nach vielen Fahndungserfolgen als geschwächt.
- Erdbeben in Neuseeland: Notstand in Christchurch verlängert
Nach den schweren Erdbeben vom Wochenende ist der Notstand in der neuseeländischen Stadt Christchurch bis Mittwoch verlängert worden. In der Stadt wurden Hunderte Häuser zerstört oder stark beschädigt. Premierminister Key schätzte die Schäden auf umgerechnet eine Milliarde Euro.
- Golf von Mexiko: US-Behörden melden Erfolge bei Bohrlochversiegelung
Aufatmen am Golf von Mexiko: Das Bohrloch ist mit einem neuen Ventil ausgestattet - und hält weiter dicht, auch die Entlastungsbohrung kommt voran. Zudem konnte das alte Ventil geborgen werden. Es soll nun helfen aufzuklären, wie es zu der verheerenden Ölpest kommen konnte.
- Videoblog: Bei den Herren der heiligen Hörner
Kaum ein Musikinstrument gibt es schon so lange wie den Schofar: Er wird meist aus Widderhörnern hergestellt - und zum Beispiel beim jüdischen Neujahrsfest Rosch ha-Schana geblasen.
- Prozess gegen Kachelmann vertagt
Der Prozess gegen Wettermoderator Kachelmann am Landgericht Mannheim ist kurz nach Beginn auf den 13. September vertagt worden. Die Anwälte Kachelmanns hatten gegen zwei Richter Befangenheitsanträge gestellt. Kachelmann steht wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht. Er bestreitet die Anschuldigung.
- SPD-Ausschlussverfahren: Dohnanyi will Sarrazin verteidigen
Im SPD-Ausschlussverfahren erhält Thilo Sarrazin prominente Unterstützung: Hamburgs früherer Bürgermeister von Dohnanyi kündigte an, den umstrittenen Parteifreund vor der Kommission zu verteidigen. Innenminister de Maizière sprach derweil im Bericht aus Berlin von Versäumnissen in der Integrationspolitik.
- Eine Tote bei Flugschau in Bayern
In Bayern ist bei einer Flugschau in der Nähe von Schnaittach ein Doppeldecker verunglückt. Eine Frau kam dabei ums Leben. Mindestens 38 Menschen wurden verletzt, fünf von ihnen schwer. Nach Polizeiangaben war das Flugzeug beim Start zur Seite ausgebrochen und in die Zuschauermenge gerast.
- "Stuttgart 21": Abrissstopp während Spitzengespräch
Während des Spitzengesprächs von Gegnern und Befürwortern des umstrittenen Bahnprojekts "Stuttgart 21" am Freitag soll nun doch der Abriss des alten Hauptbahnhofs ruhen. Diese "Geste" an die Gegner hätten Bahnchef Grube und Ministerpräsident Mappus ausgemacht, sagte ein Regierungssprecher.
- Linksparteichef Ernst verzichtet laut Gysi auf Zulagen
In der Linkspartei zeichnet sich eine Lösung im Streit um die Bezahlung des Parteivorsitzenden Ernst ab. Dieser werde den Partei-Führungsgremien vorschlagen, auf seine Zulage als Mitglied des Fraktionsvorstandes zu verzichten, kündigte Linksfraktionschef Gysi im Bericht aus Berlin an.
- Terrorismus: ETA verkündet neuen Waffenstillstand
Die baskische Terrororganisation ETA hat offenbar eine neue Waffenruhe ausgerufen. Ein entsprechendes Video ging bei mehreren Medien ein. Es ist jedoch unklar, wie lange der Waffenstillstand dauern soll - und ob sich die Organisation wirklich daran halten wird.